Martam dritter Teil

Noch sind wir nicht in Martam, aber wir kommen langsam näher. Martam hat eine von den Sisters (Sitz in Paris) geführte Schule , an der auch sehr viele Kinder von auswärts lernen . Zuerst einmal liegt Martam in einem weiten Hochtal , man schaut nur auf grüne Felder und viele Blumen . Zu Schule müssen wir durchs ganze Dorf laufen und ich bin überrascht, wie besonders freundlich die Menschen hier zu mir sind . Jeder sagt “ Guten Tag“ oder fragt , wo ich herkomme oder will mich einfach nur mal anschauen. Die Schulkinder kommen uns in ihren Uniformen entgegen , bleiben stehen , sprechen mit uns , ich darf fotografieren und wir lachen teils gemeinsam über die Bilder , die ich natürlich zeige . Ich schaue in viele sehr wache Augen und auch beim Sprechen merkt man , wie aufgeweckt diese Kinder sind und ein Englisch sprechen diese Kinder , Hut ab , da kann ich mit meinen reduzierten Englischkenntnissen wirklich nicht glänzen . Nidup beschäftigt sich mal wieder mit den “ Vorlauten“, das macht er am liebsten .

Überall gibt es Hostels für Jungen und Mädchen , sehr schön und einladend , da hätte ich auch übernachtet , aber ich bin im Hotel .

Der Weg zur Schule ist irre steil und man ist ganz fertig , wenn man oben ankommt. Ich habe erfahren , dass in anderen Gegenden die Kinder bis zu 3 Stunden für einen Weg brauchen , immer zu Fuß und immer , wie wir auch mit dem Auto , rauf und runter .

Deshalb hat Nidup auch nie Probleme mit dem steilen laufen , obwohl er klein und rund ist , denn zuhause , so erzählt er, wohnt er auch auf der Höhe und macht auch alles zu Fuß.

Wir hören schon von weitem , dass oben auf dem Schulgelände etwas stattfindet – lautes rhythmisches Trommeln . Von den Kindern , die uns begegnen, erfahren wir , dass morgen das Sportfest ist, also dafür die Proben , die wir uns auch anschauen – übrigens – very britisch. Selbst der Maschierschritt wird einstudiert , ganz penibel.

Etwas ganz Besonderes passiert, als wir sister Angelina begegnen. Sie schließt mich gleich in ihr Herz und wir sprechen über die Missionarsarbeit in Indien . Es ist ganz fantastisch , was da geleistet wird . Immer wieder kommen Kinder und werden von ihr liebevoll betreut , ich übrigens auch , Sie tätschelt mir fortlaufend die Hand , will sie garnicht mehr loslassen und wir werden zum Tee zu den Schwestern eingeladen . Da lernen wir auch noch Jaqueline, die Oberin, kennen ,die mit uns Tee trinkt ,über die Politik und das Leben redet. Nachdem ich auch noch Bananen aus dem Garten essen muss , ich esse hier sowieso den ganzen Tag , werden mir auch noch Bananen eingepackt . Gebe zu , die verputze ich auch noch zwischendurch.

Es ist ein Abschied wie unter Freunden und ich soll bloß wiederkommen und kann dann bei ihnen wohnen – dann , so meine Ansage, möchte ich aber auch was arbeiten . Als ich dann sagen muss , was ich so mache , stutzt Angelina etwas , aber meint , auch für meine Kenntnisse findet man Arbeit . Na ,ob ich in der Küche nicht besser aufgehoben wäre ?

Beschwingt ziehen wir von dannen und haben wieder so nette Begegnungen mit der Dorfgemeinde und den vielen Kindern .

Martam ist ein Ort, an dem man mehrere Tage verbringen sollte und an den man gerne zurückkommt.

Martam zweiter Teil

Wir kommen nach Ravangla und fahren zum Buddha Park , ganz in der Nähe . Da der Dalai Lama die Statue 2013 eingeweiht hat , sind alle ganz stolz. Eine riesige goldene

Buddha Statue in einem frisch angelegten Park. Muss gestehen , das brauche ich jetzt nicht . Ich fand es grauenvoll. Sieht alles künstlich aus , aber es gibt ein großes Pilger Zentrum und eine riesige Pilger Herberge , also muss es für den Buddhismus schon sehr wichtig sein.

Zum Glück , möchte Nidup auch nicht bleiben .

Der nächste Berg ist geschafft und wir fahren wieder runter zur einzigen Tee Estate , das es in Sikkim gibt . Vorbei an den Tee Plantagen , wunderschön angelegt und anzusehen. Es wird schwarzer Tee und grüner Tee hergestellt .

Der Tee aus Sikkim ist bei uns garnicht so bekannt , aber er schmeckt mir gut. Ich trinke ihn jeden Morgen . Man hat hier vier Ernten und im Dezember werden die Büsche heruntergeschnitten . Den ersten Tee , den man dann im neuen Jahr erntet, nennt man “ First flasch “ mit jeder Ernte des Jahres , sinkt die Qualität.

Natürlich ist Nidup bekannt und ich darf die Fabrik besichtigen und auch den Arbeitern zuschauen . Irgendwie finde ich , sind die Frauen hier fleißiger, aber vielleicht ist das ja auch ein Vorurteil .

Leider konnten wir den Tee nicht direkt dort kaufen , aber das hatten wir schon von der Höhe aus gesehen , der Laden hatte geschlossen , aber für die Fahrt haben wir noch ca 30 Minuten gebraucht .Das glaubt man nicht .