Martam 22.9.2017

Jetzt fahren wir diese Straßen schon seid Tagen und ich glaube manchmal nicht , was ich sehe . Da können wir nicht durch , doch wir können . Es ist die reinste Schlammschlacht, aber Pema hält drauf . Der Typ ist total ruhig und lebt nur für sein Auto und sein Handy . ( falsch , er hat auch eine Frau und zwei Kinder ) Manchmal frage ich mich, ( ich sitze vorne , da mir hinten schlecht wird) ob irgendjemand ausweicht , aber das geschieht erst in aller letzter Sekunde. Ein bisschen erinnert es mich auch an den Spruch : wer bremst verliert !

Trotzdem , ich habe nie Angst .

Also es geht los. Der Teil von Sikkim , in dem wir uns befindet erinnert mit an Spitzhütchen , alle Berge sind spitz . Man ist auf 1700 m Höhe , fährt in Serpentinen runter zum Fluss, über eine alte Eisenbrücke über den Fluss, auf der anderen Seite in Serpentinen wieder hoch , vielleicht auf 2000 m . Wir sehen oftmals schon morgens, wo wir hin müssen , aber – it‘ s a long way-

Erstes Ziel : Kloster ( wer hätte das gedacht , nachdem ich fast jeden Tag mindestens ein Kloster besuche) Bon Yung Dung in Kewzing . Die Namen der Klöster kann sich kein Mensch merken , übrigens , die Stättenamen oftmals auch nicht. Wunderschön gelegen . Ein bisschen kann ich sehen , einiges muss ich wieder erahnen . Es regnet zwar kaum noch , aber es ist oft ( meist ) wolkig oder auch nebelig. Es ist eine kleine Gemeinde , die in der Nähe der Tibeter steht , die 1959 ihr Land wegen der Besetzung durch China verlassen haben . Bon ist übrigens die älteste spirituelle Tradition Tibets.

Das ist auch schon wieder ein Ort, der mir so gut gefällt . Vielleicht sind es wieder die jungen Mönche , die mich immer wieder begeistern. Ein evtl 11 jährige hat einen riesigen Kessel mit Tee , den er kaum halten kann , und gießt den anderen kräftig ein . Scheint heute sein Job zu sein . Ein vielleicht 8 jähriger strahlt mich mit seinen dunklen Augen an und löffelt genüsslich den Tee aus dem Suppenteller . Da kommt man gleich ins Gespräch und sie freuen sich auch , wenn ich fotografiere . So schade , dass das Hochladen der Bilder nicht klappt .

Eine Antwort auf „Martam 22.9.2017“

  1. Liebe Mirjam, welch erstaunliche Reiseberichte mit interessanten Begegnungen und beeindruckenden Schilderungen. Freue mich persönlich von dir zu hören, wenn du zurück bist. Herzliche Grüße Beate

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