Weg zurück Richtung Westen mit Ziel Punakha – Festival Stopp in Phodrang 30.9.2017

Heute erreichen wir den Höhepunkt der Schlammschlacht.

Die ganze Nacht hat es geregnet und es regnet weiter . Ich bin erkältet,draußen in Sch… Wetter, Wolken und kalt.

Gehe eingemummt mit allen dicken Anziehsachen durch den Regen zum Frühstück- meine Oma sagte immer, Krankheiten muss man füttern … also halte ich mich daran . Betrete schon hustend den Frühstücksraum und schon kommt ein Kellner , bringt mich zum Platz und bietet mir heißes Wasser mit Ingwer an – aufmerksam und liebevoll , ich bin ganz gerührt und es stört mich “ kaum “ dass ich das Ingwerwasser später auf der Rechnung sehe .

Ich bemerke auch , wie schön der Blick ist und vergesse erst einmal meinen Husten.

Wir müssen los . Heute liegt wieder eine lange Strecke vor uns .

Die Straße erscheint mir noch schlimmer , als die letzten Tage und das bewahrheitet sich auch.

Nach 10 Minuten Fahrt kann ich schon in meinem Buch von Arundhati Roy weiterlesen

( wen’s interessiert ; der Gott der kleinen Dinge ) Nichts geht mehr und man sieht , wie die Fahrer und die Guides erstmal aussteigen ,alle fragen jeden und stehen da und schauen , ob man was sieht , und dann beginnt eine kleine Völkerwanderung durch den Regen und den Matsch zur Hindernisstelle .

Ugyn kommt nach 15 Minuten zurück , sagt mir , dass der obere Hang abgerutscht ist , jetzt auf unserer Straße liegt, der Bagger aber gerade gekommen ist , er schätzt 1 Stunde Wartezeit , er soll recht behalten . Lobzang ( wird übrigens so geschrieben – war von Nidup falsch aufgeschrieben worden) hält den Verkehr von unten kommend auf , er spielt sich ein bisschen als Polizist auf, ich glaube, solche Rollen gefallen ihm .

Weiter gehts und selbst

ich , die bisher nie Angst hatte ,komme ins grübeln, ob man mit Touristen diese Strecke fahren soll , denn wir fahren manchmal nicht , sondern rutschen wie auf Eis , das Auto hat keine Bodenhaftung , Schlamm bis zum Autoboden und der Wagen bricht manchmal aus , Abgrund auf meiner Seite , Upps – Ugyn voll konzentriert . Das ganze dauert fast 3 Stunden ..

Dann begegnen uns ganz Mutige

Gehts noch ?

Endlich wird die Straße wieder fester und es gibt immer nur kleinere matschige Abschnitte.

Wir sehen wieder Stupas nach nepalesischem Stil und man sieht auch wieder , wie der Chili auf den Hausdächern getrocknet wird.

Wir haben die Höhe verlassen und die Vegetation zeigt sich von der schönsten Seite . Rot blühende Bäume , die Blüten sehen aus wie rote Kelche ( leider nicht gut fotografiert) ein Meer von Blüten , Terrassen Felder , Walnussbäume, wilde Kirsche – es ist ein ganz bezaubernder Weg und überall gibt es wieder Obst und Gemüsestände

Jetzt wäre sicherlich eine Kamera mit Weitwinkel besser.

Wir erreichen Phodrang, die Stadt des Festivals . Überall geparkte Autos , Motorräder und Menschen, in ihren schönsten Kleidern . Leider ist der Festivalplatz voller Schlamm.

Zuerst gehts zur Tribüne, um die Tänze zu sehen … die Geschichte dreht sich um einen Jäger und das Wild

Dann spricht mich ein Einheimischer auf deutsch an . Neben ihm Sitz einer , der Deutscher sein könnte , ist er aber nicht , sondern , er setzt sich zu mir , und erzählt , dass er aus Housten Texas kommt . Was , da war ich schon mal zu einer Highschool Graduation , irre lange her und dann habe ich natürlich auch was von Texas gesehen , Erinnerungen werden wach …

Sein Freund , der Bhutanese ist , ist mit im zusammen in Zittau ( noch östlich von Dresden) und beide sind Christen , die mit weiteren 88 Personen aus der ganzen Welt , die Bibel und deren Auslegung studieren , um als Missionare in die Welt zu ziehen . Mein Texaner würde am liebsten auf die Philippinen gehen und der “ Inländer “ nach Schweden , da hat er einen Bruder. Wen man unterwegs alles trifft , völlig verrückt .

Lobzang erzählt mir später , der Bhutanese hat eine deutsche und eine bhutanische Frau. Bis zu 4 Frauen sind möglich , der König hat 4 Schwestern als Frauen. Na ja , der hat auch das nötige Kleingeld .

Lobzang lädt mich zum Spielen ein . Natürlich quatscht er auch wieder mit jedem . Wir spielen sowas wie Roulette, dann Autorennen fahren – ich hatte die 6 und lag anfangs nicht schlecht ( eine seiner alten Schulen veranstaltete das) und ich darf ein Los ziehen und gewinne Butterlampendochte, die habe ich aber gleich verloren , bin ganz traurig , denn ich hatte mich richtig gefreut.

Wir haben richtig Spaß und maschieren durch den Schlamm

Die Schuhe habe ich wieder sauber gekriegt , die Füße auch.

Ich mag diese fröhlichen Menschen und stelle fest, dass auch ich mit diesen Menschen fröhlich bin und es stellt sich die Frage , sind wir in Deutschland fröhlich oder eher freundlich evtl auch freundlich angepasst?

Fröhlichkeit kommt von innen und lässt dich leicht werden , Freundlichkeit geht nach außen ,muss mit den tatsächlichen Gefühlen nichts zu tun haben . Na, das ist natürlich meine Version, aber vielleicht lohnt es sich , darüber nachzudenken .

Immer wieder mag ich Kinder fotografieren

Dann im Hotel die Ernüchterung , grauenvolles Tagungshotel , so wie Maritim zum Beispiel -bitte nicht im Urlaub .

Lobzang hat kein Zimmer , das Hotel sieht keine Guide Zimmer vor (gehört der Königin)

Im Ort ist nichts mehr frei ( Festival). Trotz rumtelefonieren des Managers – keine Chance .

Ich kriege das erst garnicht mit ,aber dann ist klar , dass ich die Kosten für ein Zimmer hier übernehme , das geht ja wohl nicht !

Es kommt später eine WhatsApp :

Als Dank wird er sich sein Leben lang an mich erinnern, na, wenn man 31 ist , dann ist das ganz schön gewagt,

Wir treffen uns nochmals kurz auf meinem Zimmer , vervollständigen die Karte mit der heutigen Route und besprechen den morgigen Tag und man staune , die Route eines nächsten Bhutan Urlaub bespricht er auch mit mir -ich muss schmunzeln.

Lobzang ging dann mit andren Guides noch auf das Fest und jetzt schlafen 3 Guides im Nachbarzimmer ,ja. Gute Tat – gutes Karma

Trinidad Dzong – Museum und Tee trinken – 29.9.2017

Zuerst zu gestern :

Irgendwas klappt mit dem Text nicht , es werden Korrekturen nicht übernommen und zum Teil verschwindet der Text ?

So sieht es auf jedem Fall auf meiner Ansicht aus , die Website kann ich nicht aufrufen und sehe leider nicht , was dort erscheint .

Wir sind wieder auf der Piste , da es regnet und noch nebelig ist, sind die Straßen nicht besser geworden .

Zuerst aber verlassen wir den Ort Jakar .

Frauen mit ihren heute eingemummten , bemützten Kindern kommen uns im Regen entgegen .

Es ist kalt und nass , eine Erkältung habe ich schon , jetzt kommt der Husten dazu.

Auf dem Weg nach Trongsa kommen wir nicht nun an religiösen Stätten mit wehenden Gebetsfahnen vorbei, sondern auch an dem Ort Chhumig vorbei, wo sich eine Schule befindet, an der auch Lobsangj 6 Monate gelernt hat. Wir biegen ab , er will mir mal die Schule zeigen .

Er setzt mich erst mal zu ein paar Studenten, die gerade für Geographie mit einer praktischen Arbeit in einem kleinen offenen Rundbau beschäftigt sind. Alle starren mich an , aber irgendwie bin ich noch nicht so richtig für Gespräche aufgelegt, mehr als das , woher ich komme und ob ich Journalistin bin , fragt man mich nicht , bestimmt , weil ich so wortkarg bin und nur gequält frage , was sie gerade da machen . ( leider kein Foto gemacht , war wohl noch zu malade..)

Endlich erlöst mich Lobsangj, aber jetzt werde ich erst mal seinem alten Lehrer vorgestellt , der immer noch dort arbeitet und dann haben wir eine Verabredung beim Direktor zum Kaffee – Mirjam , reiß dich zusammen –

Das wird dann aber mit dem Direktor ein richtig tolles Gespräch . Er ist ganz offen . Die Schule hat 160 Studenten und 17 Klassen , Privatschule. Er geht Ende des Jahres wieder an eine staatliche Schule und ist darüber richtig froh. Er sagt , der Leistungsdruck für die Lehrer und auch für ihn , wäre unvorstellbar. Es gibt keine freie persönliche Zeit , denn die Schule muss immer versuchen , unter den Besten zu sein , ob beim Sport oder auch in andern Fächern .

Wir unterhalten uns noch ein bisschen , wir schauen uns auf dem Gelände um und dann gehts weiter.

Über den Weg möchte ich nicht mehr berichten , ich habe überlebt und wir kommen in Trongsa an.

Wirklich beeindruckend liegt der Trongsa Dzong hoch oben auf einem Berg über einer Schlucht und ganz tief unten windet sich der Fluss.

Es hat sich zu dem Dzong noch ein kleines Dorf gesellt und hier gibt es eine Stimmung , wie an einer Pilgerstätte.

Zur Entstehung gibt es übrigens verschiedene Geschichten.

Ein sagt, dass Ngagi Wangshuk ( muss man nicht wissen) an einen entfernten Punkt meditierte und genau dort ein helles Licht sah. So wurde der Dzong dort errichtet

Eine weitere sagt, dass an der Stelle die Hufabdrücke des Pferdes einer Gottheit gesehen wurde und deshalb wurde dort der Dzong errichtet

Eine weitere gibt es zwar , zähle ich aber nicht mehr auf.

Im gegenüberliegenden Wachturm gibt es ein wirklich schönes Museen mit steiler Treppe , wunderschönen Exponaten , die die Königsfamilie zur Verfügung gestellt hat.

Das Museum befasst sich mit der Monarchie und buddhistischer Kunst.

Natürlich waren wir im Dzong Tempel . Dort fand gerade eine Zeremonie statt , die hauptsächlich aus Trommeln bestand , ganz besonderer Trommeln , die eine Schlagvorrichtung haben direkt an der Trommel , kannte ich nicht , aber es gab auch noch andere Blasinstrumente.

Es war sehr spirituell und ein bisschen Gänsehaut hatte ich schon.

Leider darf man in den Tempeln nicht fotografieren , schade , aber ich verstehe das auch . Die Mönche sind zum Teil völlig versunken in Meditation.

Heute gibt es nur noch Tee im Dorf und dann will ich Auszeit und mal was lesen .

Erst zum Abendessen raffe ich mich wieder auf .

Gut , dass ich von gestern noch genug Karma habe , sonst wäre das heute nichts geworden.

Übrigens, einer der Fahrer wollte, dass ich seine Touristen überzeuge , dass der Weg befahrbar ist. Die Leute haben gestreikt , der Weg sei unbefahrbar – wir waren ihn gerade gefahren

Die Klosterwelt von Bumthang und mein erster Vortag in englischer Sprache 28.9. 2017

Zuerst muss ich zwei Anmerkungen machen :

1. ich kann jetzt Bilder hochladen und habe dass für den 26.9. getan , so dass man , wenn man mag , sich die Bilder gerne mal anschauen kann ( mit Bericht zu öffnen)

2. gestern fehlt eine wirklich nette Geschichte:

Man sieht eine Frau mit einem Schirm , die was weißes verkauft , nämlich Käse . Ich hatte erwähnt , dass ich hier überhaupt noch keinen Käse gegessen habe , obwohl es doch überall , auch da , wo man sie nicht haben will , Kühe rumstehen. Isst man hier keinen Käse?

Lobsangj kauft gleich am nächsten Stand Käse und zeigt ihn mir . Er wird ihn auch auf seine Art mit Knoblauch und Chilipuder selbst im Restaurant für mich zubereiten . Das kann ich erst nicht glauben , passiert aber . Ich bekomme seinen zubereiteten Käse serviert und so , wie es aussieht , hat er die Käsegeschichte auch in der Küche erzählt , denn , ich bekomme Bohnen mit Käsesauce, Karotten mit Käsesauce , Kartoffeln mit Käsesauce und Spinat mit Käsessauce , natürlich ist es immer die gleiche Käsessauce , aber die Küche ist auch nicht so abwechslungsreich- so esse ich die obigen Gemüsesorten eigentlich immer gleich zubereitet jeden Tag und dazu gibt es jeden Tag Hühnchen . Aber beim Frühstück ist Abwechslung , manchmal bekomme ich Omlett und manchmal nicht , aber wo ich gerade bin , in der Rinchenling Lodge bekomme ich tatsächlich morgens Käse , ein leckeres Toastbrot , wenn ich möchte ein Omelett , Jogurt und Apfel – richtig lecker.

Heute gehts wieder um 6 Uhr los zur Morgenwanderung. Hier ist noch nichts los und so wandern wir gemütlich an Stupas und Gemüsefeldern vorbei , sehen immer mal wieder den Fluss , reden ein bisschen über den heutigen Tagesablauf und beachten die Hunde nicht , die man hier überall in Massen sieht . Wild streuende Hunde machen mir immer etwas Angst , aber Lobsangj sagt , nicht hinschauen .

Lobsangj hat es geschafft , dass ich heute eine Schule besuchen darf , denn das ist eigentlich verboten . Die Bhutaner haben viele Regeln und normaleres halten sie sich auch daran , heute zum Glück nicht . Ein Freund ist dort Lehrer und hat wohl auch im Lehrerkollegium einiges zu sagen und so sind wir verabredet .

Wir kaufen noch Schokolade und ein Gastgeschenk für den Lehrer wird mir auch in die Hand gedrückt . Eine kleine Scheibe eines Gurus – nicht fragen welcher , behalte ich nicht.

Wir sind früh dran und sehen , wie die uniformierten Kinder mit ihren Essensbehältern zur Schule gehen oder zu 4. mit einem Moped gebracht werden.

Zur Schule fährt man etwas länger als 1 Stunde nach Ura. Sehr , sehr schöner Weg .

Unterwegs ruft der Freund nochmal an , macht eine konkrete Uhrzeit aus und fragt genau nach , was ich mache , weist darauf hin, dass es auf keinen Fall einen politischen Hintergrund haben darf , dass ich die Schule anschaue und verpflichtet mich , einen Vortag über meine Person , woher ich komme , was ich mache , was mich bewogen hat , einen Blog zu schreiben und dass ich bitte sage , was ich über Social Media denke , zu halten. Upps – in 15 Minuten sind wir da , soviel zur Vorbereitung. Ok , ich mach’s.

An der Schule holt der Lehrer uns ab und begutachtet mich . Ich , lässig gekleidet , da ich ja von meinen Auftritt nichts wusste ( habe aber auch nicht viel anders dabei / hätte evtl meine helle Jeans angezogen – Ende der Auswahl , denn Wanderhose hätte es jetzt auch nicht gebracht )

Er sagt mir nochmals persönlich, was er von mir erwartet und da sind wir auch schon vor dem Klassenraum der 9a.

“ Good Morning Madam “ 27 Schülerinnen und Schüler stehen auf, begrüßen mich und schauen mich erwartungsvoll an. Der Lehrer sagt ein paar Worte , mir wird vorne ein Stuhl hingestellt , Lobsangj muss sich unter die Kinder mischen und dann wird erst einmal die Mathe – Aufgabe zu Ende gebracht . “ Wir berechnen den Inhalt eines Zylinders “ , da staune ich aber , wie flink das geht , und alle sitzen da mit ihren Taschenrechnern. Übrigens , der gesamte Unterricht wird in englisch abgehalten .

Jetzt komme ich dran und mir ist sofort klar, dass hier jeder besser englisch spricht als ich , also Mut zur Lücke .

Ich halte meinen Vortrag , sage was zu mir, zu meinem Beruf, zu meinem Büro und zu meinem Blog , warum ich ihn einrichten wollte, ( ich wollte meine Erlebnisse mit Menschen teilen , die mir wichtig sind – Familie , Freunde , Mitarbeiter , aber auch wer sonst noch Lust hat , teilzunehmen) wie ich es angestellt habe , den Blog zu installieren, dass “ Linus “ den Namen des Blogs gefunden hat, dass wir professionelle Hilfe brauchten, um ihn zu installieren und warum ich es überhaupt – in meinem Alter – noch gemacht habe ( ich will mich auf neue Möglichkeiten der Kommunikation einlassen) Klar ist , wir kommen an Social Media nicht mehr vorbei . Wir sind mit dem Büro auf Facebook vertreten ,Instagram löst Facebook schon ab , wir sind über XING , Linkin vernetzt und diese Medien gehören zu unserer modernen, fortschrittlichen Welt und zu unserem Alltag . Dabei ist der sorgsame Umgang und das Abwägen, was ist zwingend notwendig , was ist für mich wichtig und wovon darf ich mich nicht ablenken lassen, wichtig zu erkennen und zu beurteilen. Mehr als meine eigene Meinung dazu kann ich den Kindern nicht mit auf den Weg geben . Ich wünsche allen noch , dass sie ihren persönlichen Lebensweg gehen und dann gibt es Fragen . Eine finde ich ganz speziell, nämlich wie ich mich gefühlt habe , als ich von Sikkim nach Bhutan gekommen bin und was ich empfunden habe ? Tja , eigentlich habe ich mich gleich wohlgefühlt, denn es ist im

Vergleich zu Sikkim sehr sauber und aufgeräumt und natürlich ist die Landschaft , wegen der Ähnlichkeit zur Schweiz, sehr vertraut , aber auch die Menschen haben mir gleich gefallen .

Dann gibt‘ s Schokolade und das Geschenk, ein Abschiedsbild und wir sind weg.

Draußen schauen wir uns noch die Küche an, die Bilder sprechen für sich.

Wir schauen uns noch das Dorf Ura an . Nicht direkt spektakulär, aber es gibt einen Tempel der Guru Rinpoche geweiht ist und eine wunderschöne Fassade hat. Es wird gerade gefegt , der Tempel ist geschlossen , die Leute , die dort arbeiten , sind muffelig und unfreundlich , es laufen die Vorbereitungen zu einem Festival . Die Menschen hier sind Yaks Hirten und alles wirkt sehr mittelalterlich. Die Frauen tragen weiße Tücher um den Kopf und im Winter binden sie sich ein Schafsfell über den Rücken . Keine Veränderung geplant .

Jetzt gibt es für mich eine Überraschung.

Wir fahren an den Punkt , von dem man den wunderschönsten Blick über das gesamte Tal hat und es wird mir ein Stuhl ( kenne ich aus Kanada) aufgestellt und ein Tisch mit Decke , ich bekomme Tee und Kleckse und beteilige beide an dem Vergnügen des Keksessens.

Es geht mir richtig gut und Spaß habe ich auch . Als es zu regnen anfängt , wird eingepackt. Ich darf nicht mithelfen – oh wie schön 😊

Jetzt wird es aber Zeit , dass ich heute noch was lerne . Auf zum Jampey- Kloster. Im 7. Jahrhundert baute König Songten Gampo aus Tibet 108 Tempel in Tibet und im Himalaja Gebiet. Die meisten wurden durch die Chinesen zerstört , nur einige wenige sind enthalten , auch das oben genannte , dass als ganz wichtig angesehen wird.

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<< Das<<< ter ist geschlossen , aber wir rufen einen Mönch an , der uns öffnet. Wir sehen uns nur einen kleinen Teil dieses für Bhutan und das Himalaja Gebiet bedeutsame Klosters an , aber es ist wieder anders , hat eine Mauer , auf der sich 108 Stupas befinden . Wir müssen über eine Holzleiter über die Mauer klettern , sonst kämen wir nicht auf das Gelände. Und wieder eine Überraschung für mich <<<<<<<<<<<<Lunch gibt<<< außen in einer besonderen Umgebung am Fluss. Ich darf nicht mithelfenden-super machen die beiden das. Ich gehe mal mit den Füßen in das eiskalte Wasser und fühle mich schon wieder - sauwohl Lobsangj und ich setzen uns ab und die Nachmittagswanderung geht los . Wir müssen erst einmal über die Hängebrücke auf die andere Seite des Flusses <<<<<<<<<<<<<<< Wir wandern<<< n - wir besuchen weitere Klöster ,geben unsere Gaben ab, gehen im im Uhrzeigersinn um die Tempel , lassen uns das Allerheiligste von den Mönchen aufschließen , beten , wünschen uns was , wo die Wünsche in Erfüllung gehen sollen, würfeln und ich habe Glück, meine Zahl , die 8 ist die Glückbringende ( sagt der Mönch) jetzt geht mein Wunsch , der aber geheim gehalten werden muss , in Erfüllung, trinke das heilige Wasser nicht mehr , sondern wasche mich damit , lasse mir die Gurus erklären und immer wieder den Buddhismus und die Zusammenhänge, laufen weiter durch Matsch und Pfützen, stelle fest , dass die Wanderwege nicht besser sind , als die Straßen und meine Schuhe sind runiert - " nein Mirjam , heute ist es nur ein einfache Wanderung " ( höre ich noch) von wegen . Wir sind 2 Stunden unterwegs mit leichten Schuhen, aber immer guter Dinge und dass hier überall Marihuana wächst, scheint auch niemanden zu stören . <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<< Essen gibt es heute für uns mit der Familie bei der Küche , wir beide sind die einzigste Gäste . Ich kann wieder deutsch reden , da auch der Sohn dabei ist , seine Tochter und seine Frau auch und ich habe ein schönes warmes Gefühl. Was ich heute alles erlebt habe , sprengt jeden Blog , aber ich bin froh um den Tag , der mir hoffentlich ganz lange im Gedächtnis bleiben wird und an den ich mich immer gerne erinnern werde. Ich bin Lobsangj hochdankbar, dass er mir den Schulbesuch ermöglicht hat, davon bin ich noch ganz erfüllt, denn wenn ein Land einen Fortschritt machen will , dann geht das meines Erachtens nur mit Bildung , und da ist man richtig bemüht .

Für heute stimmt mein Karma und vielleicht reicht es sogar noch für Morgen.

Kloster Gangtay, heiliges Wasser – ich will nicht mehr auf diesen Straßen fahren – und der Weg nach-Bhumthang- 27.09.2017

Ich nehme es vorweg – 8 1/2 Stunden reine Fahrtzeit für 165 km 😩😩

Um 5.30 Uhr bekomme ich einen Wakeup call von Lobsangj . Was , die Nacht schon rum ?

Ich schleppe mich aus dem Bett , ungewaschen gehts los zu einem Morgenspaziergang.

Ich kann noch nicht sprechen , aber Lobsangj erzählt mir schon was von der Gegend.

So langsam werde ich wach , den es ist schön im zuzuhören . Wir wandern wieder in diesem schönen breiten Tal in Wangdue Phodrang. Die Pferde kommen uns entgegen , die Kühe sind schon wach , die herumstreuenden Hunde und ein Schreiner Arbeiter such, der Schreiner beginnt morgens immer um 5.30 Uhr sagt er.

Übrigens erfahre ich heute morgen auch , dass von den 250 USD 56 USD direkt ab die Königsfamilie gehen . Der Rest geht ans Reisebüro. Auch nicht schlecht , denn ich sehe ja manchmal schon , was so eine Übernachtung in Bhutan kostet . Teurer als 70€ habe ich hier noch nicht gesehen .

Schön anzusehen ist es auch , wie es immer heller wird und die Sonne schon ihre Lichtstreifen wirft . Die Welt erwacht hier ganz langsam .

Ich bekomme ein ländliches Frühstück und verabschiede mich herzlich von den beiden Mädels , die mich so lieb betreut haben .

Mit Ugyn trage ich noch eine gelbe Linie in die Karte und los gehts, Kloster Gangtay ist unser Ziel.

Das Kloster ist 400 Jahre alt , aber zwischenzeitlich renoviert. Pema Linga hatte seinerzeit prophezeit, dass sein Enkel , die erste Reinkarnation von Pema hier ein Kloster bauen würde . Dies geschah dann auch 1613 .

Mir gefällt dieses Kloster sofort. Natürlich steht es wieder an einer fantastischen Stelle mit einem tollen Ausblick, aber mehr noch gefällt mir , als wir durch das Tor gehen , der Hof und dann auch der Tempel ansich. Ich finde ihn wunderschön mit ganz besonderen ornamental und aufwendig bemalten Holzkonstruktionen .

Die Mönche laufen in Gruppen und unterhalten sich ( kommt auch nicht immer vor) Ein Gemurmel kommt aus dem Tempel , es ist Messe , also auch für die Bevölkerung, aber was haben die Mönche denn zum Teil für Schuhe an? Es sind Schuhe für einen bestimmten Anlass . Natürlich frage ich einen Mönch , ob ich mal seine Schuhe fotografieren darf, dafür hebt er sogar etwas sein Gewand.

Wir gehen in das Kloster hinein und ein Mönch hält mir eine Messingkanne hin , ich verstehe nichts, aber Lobsangj hilft mir und sagt , „nehmen sie das Wasser in die Handflächen und trinken sie es – heiliges Wasser „. Ich bin so überfahren und mache es auch gleich , aber sofort danach denke ich an die mahnenden Worte vieler Menschen: kein Wasser außer Mineralwasser aus Flaschen trinken .

Oh Gott , was habe ich getan ? Welche Auswirkungen wird es haben ?

Es hat keine , das kann ich heute Abend sagen .

Im Kloster und auch gestern schon auf den Straßen oder auch im gestrigen Kloster ist mir schon aufgefallen, dass meist die älteren Frauen kurze Haare haben . Das kenne ich von Indien nicht , dort sind sie immer lang .

In Bhutan handelt es sich aber um eine Einheitsfrisur, franseliger Pagenkopf wie selbstgeschnitten, ist er sicherlich auch , ich habe noch nie einen Friseur hier irgendwo gesehen .

Wir machen uns auf zum Pelela Pass 3300 m .

Dort sollte man wieder bei freier Sicht Jhamakhori oder Bhutan Himalaya peaks sehen , aber ….

Es geht heute rauf , wieder runter , über den Nikkarchi River , an den Chendebji Chörten ( Nachbildung aus Kathmandu) aus dem 12 Jahrhundert vorbei und auch die Vegetation verändert sich. Teils Nadelhölzer, dann gemischt mit Laubbäumen, lichtere und auch dichtere subtropische Vegetation , tiefe Schluchten und dann wieder weite Ebenen , wie in der Schweiz halt . Wir müssen nochmals bis auf 3400m hoch und dann gehts ins Bumthangebiet.

Die Häuser verändern sich , man spürt Reichtum . Es gibt massive Steinhäuser mit besonderen Holzkonstruktionen und Bemalungen . Die Frauen tragen wieder Trachten, was hierher genau passt.

Eigentlich wollte ich zu den Straßen nichts mehr sagen , aber bei uns wären sie fast alle gesperrt,

Keine Absicherung auf der Schluchtenseite , Geröll , Schlamm Schlaglöcher tief und groß , kleine Seen …

Heute blieb vor uns ein LKW im Schlamm stecken und es ging nichts mehr , wir selbst haben uns einmal festgefahren und nur dem hervorragenden Fahren von Ugyn haben wir es zu verdanken , dass wir da wieder rauskamen , einmal haben wir aufgesetzt , so tief hingen wir im Schlamm und eine Pause gabs noch , weil Felsen und Geröll vom Berg herunterkamen und weggeräumt werden mussten. Zum Glück steht an jeder Ecke ein Bagger .

Ich bin heute in so einem schönen Haus , wie oben erwähnt, untergebracht und es hat hier ein nettes Restaurant , in welches auch Menschen von außen kommen .

Bedient würde ich vom Sohn des Hauses , der , nachdem er wusste , dass ich Deutsche bin , Deutsch mit mir sprach – 6 Monate Luzern , Schweiz und er macht weiter 2x pro Jahr 2 Monate immer in Luzern , Deutschunterricht.

Dann kam auch der Vater , sprach übrigens auch deutsch , denn er hatte vor 34 Jahren eine Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker in Emmental , Schweiz gemacht.

Das ist doch verrückt .

Tja , habe noch ein bisschen mit Lobsangj mit dem Handy gespielt , nein falsch , waren schon wichtige Infos und sind jetzt auch per WhatsApp verbunden .

Trotz der anstrengendes Fahrt habe ich ein gutes Gefühl und glaube , mein Karma stimmt für heute und selbst , dass ich morgen wieder früh raus muss , da wir vor dem Frühstück wandern , freut mich , denn es war auch heute morgen zu

Thimphu und Weg nach Gangtay 26.09.2017

Ich weiß jetzt den Namen des Fahrers : ugyen tenzin . Tja , wenn man das schnell spricht , soll mal jemand dahinterkommen , wie das geschrieben wird.

Zuerst geht es zu den Erinnerungs- Chörten. Gestern , bei unserem Abendsparziergang sind wir schon dort vorbeigekommen und es war eine wunderschöne Beleuchtung in der Dunkelheit.

Es handelt sich um ein Erinnerungsdenkmal von 1974 für den verstorbenen 3. König ( verst.

1972 )

Man geht durch ein ( bewachtes – sieht man hier übrigens überall ) schmales , aber hohes Tor und hat gleich einen fantastischen Blick auf das Gebäude , das eine große Stupa ist.

Wir sind nicht die ersten , obwohl es erst 8.40 Uhr ist . Viele Betende sind schon da und unterwegs , denn man muss die Stupa dreimal im Uhrzeigersinn umrunden und dabei Mantras und Gebete rezitieren. Auch wir umrunden drei mal , Mantras kommen aber nur von Lobsangj.

Dabei sehe ich auch mal aus der Nähe ein Butterlampenhaus .

Abschließed gehen wir zu den riesigen Gebetsmühlen , an den schon richtig Betrieb herrscht , gehen an allen Betenden vorbei und drehen Mühlen auch kräftig , Lobsangj murmelt wieder etwas .

Er hat übrigens neben Geschichte , 3 Jahre Buddhismus studiert . Er ist ein sehr Gläubiger junger Mann.

Meines Erachtens überqualifiziert für den Job , ( dachte ich gestern schon mal bei einer Gelegenheit ), denn er hat noch mehr Abschlüsse , aber er erzählt mir , dass er keinen Job findet , der seiner Ausbildung entspricht . Die Jobs gehen hier alle nur mit Vitamin B an neue Mitarbeiter. Auch berichtet er , wie korrupt sein Land ist , das habe ich garnicht gewusst.

Erschwerend ist, dass er vom Land kommt , nahe der chinesische Grenze und dadurch erst einmal keine Beziehungen in Thimphu hat. So schade für ihn , er macht auf mich einen völlig aufgeweckten Eindruck .

Wir sprechen viel – er spricht viel mehr als ich – über Weltgeschichte und Politik.

Von weitem sehen wir schon die Buddha Statue Dordenma auf der Höhe. 51 Meter hoch , goldfarben , prächtig anzusehen .

Es ist gerade ein Festival und es wimmelt von Mönchen und vielen Menschen, die extra gekommen sind . Das Festival dauert hier übrigens 3 Tage . Im Innern befinden sich 100.000 , ja die Zahl stimmt, kleine 20 cm hohe Statuen – hinter Glas . Lobsangj erklärt mir die Entstehungsgeschichte Buddhas , die an den Wänden dargestellt wird . Wieder murmelt mein Begleiter und lässt sich heiliges Wasser bringen , das reinigt .

Übrigens hat er sich beim reingehen eine Schärpe umgehängt , die zeigt , welchem Glauben er angehört .

Man hat von hier oben einen Blick über das gesamte Tal .

Das Museum ist wegen des Festivals geschlossen und so gehen wir in den ehemaligen Zoo, der jetzt Takin Reservat ist.

Der Takin ist das nationale Säugetier Bhutans.

Dort gibt es eine süße Begegnug mit einem kleinen Mädchen , dass immer in die Dekoration klettern möchte , um das Holztier zu streicheln .

Wir sind auf dem Weg zum Dochula Pass ( 3050m).

Viele kleine Siedlungen und Täler , immer wieder einfache kleine Stände mit meist Äpfeln und Gemüse am Wegesrand , die von Kindern bis zu alten Frauen besetzt sind.

Wir essen in einem kleinen Dorf , in dem es wunderschöne Bemalungen an diesen immer wieder beeindruckenden Häusern, gibt . Erinnert mich ein bisschen an Lüftenmalerei .

Das Restaurant ist eine richtige Touristen Absteige, aber das Essen schmeckt gut, wenn auch überhaupt nicht traditionelle Küche .

Morgen will ich das nicht mehr , mein Kommentar , Lobsangj schaut mich bedröppelt an . Ich hatte doch den schönsten Fensterplatz und einen tollen Blick , stimmt ja, er hat ja recht und die Toiletten war auch super und außerdem ist hier mein Ritter Sport Mini Bild entstanden – 4 Kinder strecken mir die Ritter Sport Mini auf meinen Bild entgegen . Ich bin versöhnt und kann wieder lächeln.

Auf dem Weg zum Pass kommen wir noch an Dochu La vorbei. 108 Chörten wurden aufgestellt, die die Bücher der Lehre Buddhas darstellen sollen .

Über die Lehre Buddhas werde ich heute Abend noch einiges hören.

Außerdem hat mein einen fantastischen Blick auf die über 7000 der des Himalaya Gebirges , wenn man dann einen nicht vernebelten oder Wolkenvollen Himmel hat. Was ich hatte , muss ich nicht erwähnen , jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Soviel zu , ich fahre in das Gebiet , um den Himalaja zu sehen .

Übrigens , der Weg , die Straße oder ein einziges schlammiges Etwas mit steilen Abgründen ohne Leitplanken oder ähnlichem begleiten uns bis zum höchsten Punkt, der unspektakulär ist.

Bald sind wir dann in Gangtay und beschließen , dass Kloster Morgen zu besichtigen , dann können wir gleich noch eine kleine Wanderung machen .

Wir fahren nach Wangdue Phodrang .

Mir gefällt mein Zimmer in einem Holzhaus ausf einer Farm , trinke Milchtee und los gehts in ein weites Tal . Lobsangj hat sich über seinen “ Bademantel “ eine Sportjacke gezogen. Eigentlich nicht erlaubt , denn er darf nur in seinem traditionellen Outfit auftreten .

Nach einer Dreiviertelstunde sind wir auf einem Hügel angelangt und wir setzen uns mit Blick ins Tal auf die Wiese. Meditation ist angesagt und Lobsangj rezitiert dabei Mantras , die er extra mitgenommen hat. Der Singsang nimmt mich ganz gefangen und ich lasse meine Gedanken los und komme zur inneren Ruhe .

Auf den Rückweg diskutieren mir über Buddhismus, wie sollte es sich anders sein und kommen überein , dass es sich eher um eine Lebenshaltung handelt. Wie gehe ich mit mir und mit anderen um .

Man hätte jetzt auch ein bisschen schweigen können, aber das ist mit dem Mann neben mir gerade nicht möglich .

Beim Abendessen stellen wir fest , dass es Touristen aus Malaysia gibt , die heute Malaysisch gekocht haben . Man fordert mich auf zu probieren , aber mein Essen muss ich auch noch essen. Das sind wieder Massen , aber wir haben viel Spaß und das ganze bei Tee und Wasser .

Ich bedanke mich mit typischer deutscher Ritter Sport Mini Schokolade und wir lachen alle herzlich , besonders , wie ich die Sorten erkläre und jeder versucht , das richtige für dich zu erhaschen . Köstlich …. dann sehe ich , wie auch die anderen Personen vom Haus mich anschauen . Eigentlich gibt es nur ein Kind , aber ich bin gleich 10 Täfelchen los .

Selbst Lobsangj schaut fragend und isst sie mal gleich auf ….

Für heute habe ich gutes Karma.

Lobsangj hat sich auf der Seite nicht gefunden , da habe ich ihm den Gefallen getan 😊